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Lowrance

Lowrance SplitShot vs TripleShot: Welcher Sonar ist der richtige? (2026)

Das Wichtigste in 30 Sekunden

  • SplitShot = vertikale Sicht (CHIRP + DownScan). Sie sehen, was unter dem Boot vorbeizieht.
  • TripleShot = dasselbe + SideScan: seitliche Abtastung über mehrere Dutzend Meter an beiden Seiten. Sie erkennen Strukturen und Fischansammlungen um das Boot herum.
  • Die Entscheidung stellt sich eigentlich nur beim 7-Zoll-Modell: Bei 5" bietet die Eagle-Serie nur SplitShot, bei 9" nur TripleShot.
  • Der Sonaranschluss der Eagle-Geräte akzeptiert beide Sensoren — doch der nachträgliche Kauf eines zweiten Sensors ist teurer als die richtige Wahl von Anfang an.
  • Werkstattregel: Festangel- oder Vertikalangeln über bekannten Gewässerböden → SplitShot reicht. Prospektion, Strukturen, Fischansammlungen → TripleShot.

Inhalt

Die beiden Sonar-Systeme in einem Satz

Die SplitShot kombiniert zwei Technologien in einem einzigen Sensor: den CHIRP-Sonar (die klassische Sicht — Wassersäule, Fischbögen, Bodenhärte) und das DownScan Imaging (ein fast fotografisches Bild von dem, was unter dem Rumpf vorbeizieht). Frequenzen 455/800 kHz.

Die TripleShot übernimmt genau diese beiden Technologien und fügt das SideScan hinzu: eine seitliche Abtastung, die den Gewässerboden über mehrere Dutzend Meter links und rechts des Bootes kartiert. Gleiches Gehäuse, gleicher Einbau ins Heck — nur der Sensor ändert sich.

Was jede Technologie wirklich zeigt

Das ist die Hauptursache für Enttäuschung beim Kauf — also konkret:

  • CHIRP — zum Angeln: Fischbögen in der Wassersäule, Schwärme, Bodenhärte. Das ist die Ansicht, die man 80 % der Zeit nutzt, sobald man unterwegs ist.
  • DownScan — zum Identifizieren dessen, was darunter liegt: Wracks, Felsen, Seegras, Äste. Hervorragend zur Strukturerkennung, weniger aussagekräftig bei einzelnen Fischen. Die Lowrance-Funktion FishReveal überlagert die CHIRP-Echos mit dem DownScan-Bild, um nicht zwischen zwei Seiten wechseln zu müssen.
  • SideScan (nur TripleShot) — zum Prospektion: Bei moderater Geschwindigkeit scannen Sie einen Korridor von mehreren Dutzend Metern an beiden Seiten und erkennen Felsvorsprünge, Wracks und Fischansammlungen, ohne darüberfahren zu müssen. Das ist der Unterschied zwischen stundenlangem Absuchen eines Gewässers und dem Finden des Fischplatzes in drei Durchgängen.

Der einfache Test: Wenn Ihr Angeln darin besteht, bekannte Gewässer abzufischen und die Wassersäule zu lesen, wird Ihnen das SideScan fast nie nützen. Wenn Sie regelmäßig neue Fischplätze suchen — oder an Strukturen angeln (z. B. Wolfsbarsch an Felsen, Zander an Kanten) — ist es das Werkzeug, das Ihre Angelausfahrt verändert.

Die Entscheidungstabelle

Im aktuellen Eagle-Katalog stellt sich die Wahl zwischen SplitShot und TripleShot eigentlich nur beim 7-Zoll-Modell — bei 5" bietet die Serie nur SplitShot, bei 9" nur TripleShot. Die aktuellen Preise finden Sie auf den Produktseiten.

Display SplitShot (vertikal) TripleShot (+ SideScan)
Eagle 5 Eagle 5 SplitShot — (nicht im Sortiment)
Eagle 7 Eagle 7 SplitShot Eagle 7 TripleShot
Eagle 9 — (nicht im Sortiment) Eagle 9 TripleShot

SplitShot reicht aus, wenn: Sie Festangel betreiben oder vertikal über bekannten Gewässerböden angeln, in ruhigen Süßgewässern oder einfachen Küstengewässern. Sie erhalten CHIRP + DownScan + FishReveal — alles Wesentliche zur Fischablesung.

TripleShot ist Pflicht, wenn: Sie prospektieren (neue Fischplätze, Strukturen, Wracks), Wolfsbarsch an Felsen oder Zander an Kanten angeln oder die Umgebung eines Ankerplatzes kartieren möchten. Die seitliche Sicht ist der einzige echte Unterschied zwischen beiden — und sie verändert Ihre Angelweise.

Spätere Meinungsänderung: der gemeinsame Eagle-Anschluss

Besonderheit der Eagle-Serie: der Sonaranschluss akzeptiert beide Sensoren. Ein Eagle 7 SplitShot kann später also einen TripleShot-Sensor erhalten, ohne dass Sie das Display wechseln müssen. Das ist eine echte Absicherung — aber keine Kaufstrategie: Display + nachträglich gekaufter zweiter Sensor übersteigen den ursprünglichen TripleShot-Packpreis, und Sie haben eine SplitShot im Schrank liegen.

Fazit: Wenn SideScan in Ihrem Einsatz wahrscheinlich ist, wählen Sie von Anfang an TripleShot. Ein späteres Upgrade ist nur sinnvoll, wenn sich Ihre Angelweise tatsächlich ändert. (In die andere Richtung gibt es auch die SplitShot-Sonde einzeln — nützlich für Servicearbeiten.)

Die Grenzen des SideScan (vor der Entscheidung kennen)

Ehrliche Einschätzung aus der Werkstatt — SideScan ist nicht magisch:

  • Es funktioniert nur bei langsamer bis moderater Geschwindigkeit. Im Gleitflug verschlechtert sich das seitliche Bild — es ist ein Prospektionswerkzeug, kein Transitwerkzeug.
  • Es ist ein Werkzeug für Küstengewässer und Seen. Die seitliche Abtastung arbeitet mit hohen Frequenzen (455/800 kHz): Ihre seitliche Reichweite beträgt nur einige Dutzend Meter. In großen Tiefen bleibt der vertikale CHIRP-Sonar das Hauptwerkzeug.
  • Es erfordert etwas Lernkurve. Das Lesen eines SideScan-Bildes (Schattenwürfe, seitliche Distanz) braucht einige Angelausfahrten. DownScan hingegen lässt sich sofort ablesen.

Keiner dieser Punkte ist ein Ausschlusskriterium — aber wenn Ihr Programm zu 100 % aus vertikalem Angeln in großen Tiefen besteht, bringt Ihnen SideScan nichts: Schauen Sie sich dann lieber die für die Tiefe ausgelegten Sonar-Versionen an (siehe FAQ) oder eine Kartierungslösung.

Werkstatturteil

Beim Eagle 7 — dem Format, das wir am häufigsten verkaufen — ist unsere Position einfach: TripleShot ist die richtige Wahl für die Mehrheit der Küstenangler, weil Prospektion Teil des echten Angelns fast aller Angler ist. SplitShot reservieren wir für strikt vertikale Programme — und das ist eine vollkommen ehrenwerte Wahl: Die Lesbarkeit unter dem Boot ist dieselbe Qualität.

Darüber hinaus: Wenn Sie eine hochauflösende seitliche Sicht wünschen (z. B. um die Äste eines untergetauchten Baumes zu unterscheiden), ist das die nächste Stufe — Sonde Active Imaging HD auf der HDS-Pro-Plattform. Wir vergleichen das alles im Lowrance-Sonar-Vergleich.

FAQ

Kann ich später von SplitShot auf TripleShot wechseln?

Ja — der Eagle-Anschluss akzeptiert beide Sensoren, und die TripleShot-Sonde wird separat verkauft. Doch Display + nachträglich gekaufter zweiter Sensor übersteigen den ursprünglichen TripleShot-Packpreis: Wenn SideScan in Ihrem Einsatz wahrscheinlich ist, wählen Sie es von Anfang an.

Und die Versionen 50/200 HDI und 83/200 HDI?

Dieselbe vertikale Familie (CHIRP + DownScan), aber mit klassischen Sonarfrequenzen: 50/200 kHz für größere Tiefen mit schmalem Schallkegel, 83/200 kHz für die Küstenstandardausrüstung. Die SplitShot (455/800 kHz) priorisiert die feine Lesbarkeit in Küstengewässern. Wenn Sie regelmäßig in Tiefen von über ~100 m angeln, schauen Sie sich die HDI-Versionen an.

Funktioniert SideScan in großen Tiefen?

Seine seitliche Reichweite (hohe Frequenzen 455/800 kHz) beträgt nur einige Dutzend Meter: Es ist ein Prospektionswerkzeug für Küstengewässer und Seen. In großen Tiefen bleibt die vertikale Sicht (CHIRP) das Hauptwerkzeug — das gilt auch für deutlich teurere Sonarsysteme.

Was ist der Unterschied zur Active Imaging HD der HDS Pro?

Derselbe Grundaufbau (CHIRP + DownScan + SideScan), aber mit höherer Auflösung — feine Strukturen lassen sich unterscheiden. Das ist die Sonde der HDS-Pro-Plattform, eine andere Budget- und Ökosystemstufe. Siehe den Sonar-Vergleich.

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Über den Autor

Pol Conin, Digitalverantwortlicher bei Skysat. Software-Ingenieur und Tech-Unternehmer, der die Skysat-Plattform in die digitale Ära führen soll. Ziel: vom klassischen Ingenieurbüro zur globalen Technologieplattform. Siehe seine Autoren-Seite für die vollständige Liste seiner Artikel.

Wikidata: Q139565078


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