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Raymarine i70: Komplettanleitung zur Ausstattung Ihres Segelboots

Das Wichtigste in 30 Sekunden

Der Raymarine i70 ist ein farbiger Multifunktionsanzeiger, der Wind, Geschwindigkeit, Tiefe, AIS und Navigation auf einem 4,1-Zoll-Bildschirm zentralisiert. Aus dem Sortiment genommen, wird er durch den i70s ersetzt, der heller ist, aber nur einen Stecker hat. Die Wahl hängt vor allem von Ihrem bestehenden Netzwerk ab: SeaTalk, SeaTalk NG oder NMEA 2000.

Wie oft haben Sie schon die Augen zusammenkneifen müssen, um einen Windsensor bei gleißender Sonne abzulesen? Die Ablesbarkeit der Instrumente entscheidet oft über eine gelungene Manöver. Der Raymarine i70-Anzeiger hat eine Generation von Segelbooten – ob auf Kreuzfahrten oder im Rennen – ausgerüstet, und sein Nachfolger i70s setzt diese Logik fort. Bevor Sie sich zwischen den Ökosystemen entscheiden, klärt unser Vergleich Autopilot B&G vs. Raymarine die großen Fragen der elektronischen Architektur.

Die Nachfrage nach Bordelektronik bleibt ungebrochen. Laut Global Market Insights wurde der weltweite Freizeitbootmarkt 2025 auf 18,9 Milliarden US-Dollar geschätzt, mit einem erwarteten Wachstum bis 2035. Bei Booten über acht Metern ist der Multifunktionsbildschirm zu einem zentralen Element der Ruderstands geworden. Wer versteht, was der i70-Anzeiger wirklich bietet, vermeidet eine Fehlentscheidung.

Der Multifunktionsanzeiger i70 im Überblick

Der i70 ist ein farbiger Multifunktionsanzeiger, der auf einem einzigen Bildschirm die wichtigsten Navigationsdaten anzeigt. Schein- und wahrer Wind, Fahrt durchs Wasser, Tiefe, Kurs, GPS-Position und AIS-Ziele wechseln je nach Ihren Vorlieben.

Seine Stärke liegt in der Individualisierbarkeit. Sie wählen zwischen numerischer, simuliert-analoger oder grafischer Darstellung. Der Nachfolger i70s verfügt über einen 4,1-Zoll-LCD-Bildschirm, der auch bei praller Sonne ablesbar ist und eine angegebene Helligkeit von 1.200 cd/m² bietet. Zeichen mit bis zu 43 mm Höhe ermöglichen das Ablesen aus der Ferne, selbst hinter dem Ruder.

Die Bedienoberfläche folgt der LightHouse-Logik der Raymarine-Multifunktionsanzeiger. Wer bereits einen Kartenplotter des Herstellers nutzt, kommt sofort zurecht. Die optische Datenübertragung des i70s verbessert den Kontrast und verhindert Kondenswasserbildung im Inneren – ein häufiger Mangel bei älteren Anzeigern.

Farbenfroher mariner Multifunktionsanzeiger an der Rudersäule eines Segelboots

i70 oder i70s: Was sich wirklich geändert hat

Die erste Generation der i70-Anzeiger wurde vom Markt genommen. Heute gibt es nur noch den i70s, der heller ist und ein neues Display hat. Auf dem Papier wirkt das wie eine kleine Aufwertung. Doch ein Detail ändert alles beim Retrofit.

Der ursprüngliche i70 verfügte über zwei SeaTalk-NG-Stecker. Der i70s hat nur noch einen. Praktisch bedeutet das: Wenn Sie einen defekten i70 durch einen i70s ersetzen, der bisher als Durchgang zum zentralen Bus für ein weiteres Instrument diente, müssen Sie dieses zweite Gerät direkt an den Backbone anschließen. Diese Verdrahtungsvorgabe wird bei einem einfachen Austausch oft übersehen.

Im Übrigen behält der i70s die Kernfunktionen bei: AIS-Wiederholer mit Anzeige der 25 nächstgelegenen ausgerüsteten Boote, Auswahl der Datenquellen und Kompatibilität mit intelligenten Sensoren. Hinzu kommen bessere Sichtbarkeit und optimierte Tag-/Nacht-Paletten.

Netzwerkkompatibilität: SeaTalk, SeaTalk NG und NMEA 2000

Dieser Punkt ist entscheidend für jede Kaufentscheidung. Der Anzeiger lässt sich an drei Netzwerktypen anschließen: das ältere SeaTalk über ein Adapterkabel, das aktuelle SeaTalk NG und das NMEA 2000 mit einem SeaTalk-NG-zu-DeviceNet-Adapter.

Diese Standardisierung ist alles andere als nebensächlich. Laut Boat Industry sind Netzwerkintegration und NMEA-2000-Kompatibilität bei Booten über acht Metern zum Standard geworden. Ein schlecht integrierter Anzeiger bedeutet fehlende Daten und eine fehlerhafte Kalibrierung. Für den Einstieg empfehlen wir unseren Leitfaden NMEA 2000: Backbone-Architektur und Terminierung.

Achtung: Ein Anschluss an NMEA 2000 setzt voraus, dass bereits ein NMEA-2000-Netzwerk an Bord existiert – mit Backbone, Abzweigungen und korrekten Abschlusswiderständen. Ohne diese Hauptleitung funktioniert die Installation nicht.

Die Schlüsselrolle des Konverters iTC-5

Sind Ihre Sensoren noch analog? Viele Segelboote mit älteren Sensoren wie den ST60 sprechen nicht nativ die Sprache von SeaTalk NG. Der Konverter iTC-5 schafft die Brücke.

Er übersetzt die Signale analoger Sensoren für Tiefe, Wind, Fahrt, Kompass und Ruderlage in das digitale Netzwerk. Der Anzeiger kann sie dann auslesen und anzeigen, während er gleichzeitig auf andere Busdaten – inklusive AIS – zugreift. Sie können ihn auch mit modernen intelligenten Sensoren wie dem DST800 von Airmar kombinieren.

Ein gelungener Retrofit steht und fällt nicht mit dem Anzeiger, sondern mit der Konsistenz des ihn speisenden Netzwerks.

Genau hier liegen die Fehlerquellen bei der Bestellung. Ein fehlender Adapter oder vergessener Konverter blockiert die Inbetriebnahme.

Installation, Retrofit und Begleitung

Techniker installiert ein Netzwerk elektronischer Instrumente an Bord eines Segelboots

Der elektronische Retrofit birgt die meisten Herausforderungen. Es gilt, die Kompatibilität mit der bestehenden Installation zu prüfen, die richtigen Adapter vorzusehen und jeden Sensor zu kalibrieren. Direktvertriebskanäle entwickeln sich in diesem Segment rasant. Laut Mordor Intelligence beschleunigen digitale Schaltkreise die Erneuerung von Einheiten zwischen 20 und 50 Fuß – genau dort, wo sich Retrofit-Projekte konzentrieren.

Bei uns gibt jede Produktseite die unterstützten Protokolle an, um vor der Bestellung Klarheit zu schaffen. Bei komplexen Geräten können Sie eine Inbetriebnahmehilfe als Option hinzufügen. Unser Vergleich Marine-Elektronik hilft Ihnen, jedes System in Ihr Projekt einzuordnen. Die folgende Tabelle fasst die Unterschiede zwischen einem reinen Kauf und einem begleiteten Kauf zusammen.

Kriterium Kauf bei allgemeinem Online-Händler Begleiteter Kauf bei Skysat
Technische Validierung der Produkte Nicht systematisch Produkte vor der Aufnahme geprüft
Angabe der unterstützten Protokolle Variabel Auf jeder Produktseite angegeben
Unterstützung bei der Inbetriebnahme Selten angeboten Option beim Kauf (Autopiloten, Radare)
Netzwerk von Installateuren Nein Zertifizierte Partner in Frankreich
Ersatzteile für alte Systeme Häufig nicht verfügbar „Gold“-Lager mit veralteten Referenzen

Wenn die Installation Ihre technischen Fähigkeiten übersteigt, ist es besser, die Parametrierung einem Profi zu überlassen, um die Konsistenz des Netzwerks und die Kalibrierung der Sensoren zu gewährleisten.

Preise, Pakete und Marktpositionierung

Das Budget variiert stark je nach Konfiguration. Der reine Bildschirm liegt bei etwa 700 €, während ein Komplettpaket mit Tiefe-, Fahrt- und Windsensoren, iTC-5-Konverter, Verkabelung und Abschlusswiderständen deutlich darüber liegt. Sie zahlen dann für ein systemfertig verdrahtetes Produkt – nicht nur für einen einfachen Anzeiger.

Diese Preisspanne spiegelt einen strukturierenden Markt wider. Laut Fédération des Industries Nautiques entfiel fast 80 % der französischen Produktion auf den Export – ein Zeichen für eine stabile Branche trotz Rückkehr zu einem normaleren Rhythmus nach dem post-Covid-Hoch. Bei einem Anzeiger, der eine Dekade oder länger halten soll, ist die Gesamtkostenbetrachtung – Material plus Inbetriebnahme – der beste Kompass.

Das Wichtigste vor der Auswahl

Die Wahl zwischen einem Raymarine i70- oder i70s-Anzeiger lässt sich nicht auf die Bildschirmgröße reduzieren. Entscheidend sind zunächst Ihr bestehendes Netzwerk, der mögliche Bedarf an einem iTC-5-Konverter und die Einschränkung durch den einzelnen Stecker beim i70s im Austauschfall. Kartieren Sie Ihre Installation, listen Sie Ihre Sensoren und deren Protokolle auf und prüfen Sie die Kompatibilität jedes Glieds. Ein brillanter Anzeiger nützt nichts, wenn die Daten nicht korrekt zu ihm durchgeleitet werden.

Jetzt handeln mit Skysat

Sie sind unsicher, ob Ihr Anzeiger mit Ihrem aktuellen Netzwerk kompatibel ist? Ein schlecht vorbereiteter Retrofit endet oft mit fehlenden Adaptern und verzögerter Inbetriebnahme. Seit 23 Jahren in Carnac installiert und testet unser Team die Geräte, die wir verkaufen – so nehmen wir nur Systeme in unser Sortiment auf, die für Kreuzfahrten und Regatten validiert sind.

Screenshot der Skysat-Startseite

Auf jeder Produktseite geben wir die unterstützten Protokolle an, um Fehler zu vermeiden. Sie können eine Inbetriebnahmehilfe für komplexe Geräte hinzufügen, sich auf unser Netzwerk zertifizierter Installateure in Frankreich stützen oder in unserem „Gold“-Lager nach Ersatzteilen für alte Systeme suchen. Entdecken Sie unser Angebot zur Begleitung in Marine-Elektronik, um Ihr Projekt abzusichern.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen i70 und i70s?

Der i70s ersetzt den i70 mit einem helleren Bildschirm und optischer Datenübertragung, die Kondenswasserbildung verhindert. Der entscheidende Unterschied liegt in der Anzahl der Stecker: zwei beim i70, einer beim i70s. Das beeinflusst die Verdrahtung eines zweiten Instruments.

Ist der Anzeiger mit einem alten SeaTalk-Netzwerk kompatibel?

Ja, über ein SeaTalk-zu-SeaTalk-NG-Adapterkabel. Er lässt sich auch an aktuelle SeaTalk-NG-Netzwerke und an NMEA 2000 mit dem passenden Adapter anschließen. Prüfen Sie stets, dass Ihr Backbone korrekt terminiert ist, bevor Sie mit der Installation beginnen.

Kann ich einen defekten i70 einfach durch einen i70s ersetzen?

In den meisten Fällen ja, aber Achtung beim einzelnen Stecker. Wenn Ihr alter i70 bisher als Durchgang zum zentralen Bus für ein weiteres Gerät diente, müssen Sie dieses zweite Instrument direkt an den Backbone anschließen. Planen Sie die zusätzliche Verkabelung im Vorfeld ein.

Brauche ich den Konverter iTC-5?

Er ist nötig, wenn Sie ältere analoge Sensoren wie die ST60 weiterverwenden. Der iTC-5 übersetzt deren Signale in das digitale Netzwerk, sodass der Anzeiger sie auslesen kann. Bei modernen intelligenten Sensoren ist er nicht erforderlich.

Sollte ich den Anzeiger von einem Profi installieren lassen?

Für einen einfachen Austausch schafft ein erfahrener Segler die Installation oft allein. Bei einem vollständigen Retrofit oder einer Netzwerkintegration garantiert die Unterstützung durch einen Profi die Konsistenz der Verkabelung und die Kalibrierung. Wir bieten Inbetriebnahmehilfe und ein Netzwerk zertifizierter Installateure in Frankreich an.

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