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David Raison

David Raison, der Architekt, der den Scow in den Hochseesport zurückbrachte

Geboren 1972 in Saint-Nazaire, Absolvent der Hydrodynamik- und Schiffsbautechnik an der École Centrale de Nantes (1995)David Raisongründete 2010 sein Büro David Raison Ingenierie Navalein Plouhinec (Morbihan). Er ist der Architekt, der den Scow-Rumpf (Rundspant mit hohem Volumen, eine im 19. Jahrhundert bekannte Form) im modernen Hochseesport wieder eingeführt hat.

Das Scow-Experiment im Mini 6.50

2010 entwarf Raison den Mini 6.50 Magnum (Nr. 747), das erste Scow-Rennboot für Hochseeeinsätze. Er selbst übernahm das Steuer und gewann die Mini Transat 2011. Es folgte Maximum (Nr. 865)2013 als Weiterentwicklung des Konzepts. Die breite Bugform verlagert das Volumen nach vorne, ermöglicht früheres Gleiten und reduziert das Eintauchen in die Wellen.

Übertragung auf Class40 und IMOCA

2019 zeichnete Raison den Class40 Crédit Mutuel Nr. 158für Ian Lipinski: extrem hoher Bug, konsequenter Scow. Das Boot gewann die Transat Jacques Vabre 2019 (Lipinski / Adrien Hardy) und löste die massenhafte Übernahme des Scow im Class40 aus. Ein Schwesterschiff, Crédit Mutuel Nr. 202, wurde im April 2024 in Lorient zu Wasser gelassen.

2023 stieg Raison mit zwei baugleichen Booten bei Persico Marine (Italien) in die IMOCA-Klasse ein. Budget pro Boot: ca. 5 Mio. € (gegenüber über 8 Mio. € für einen Foiler): Stand As Onefür Éric Bellion und Tout commence en Finistère - Armor Luxfür Jean Le Cam. Konsequente Entscheidung: keine Foils, gerade Schwerter. Beide starteten beim Vendée Globe 2024.

Der Maxi 650 bei IDB Marine

2017 ging Raison eine Partnerschaft mit der Werft IDB Marine (Trégunc, Finistère) ein, um den Scow als Serien-Mini 6.50 umzusetzen. Das erste Maxi 650wurde am 8. Juni 2018 zu Wasser gelassen. Ende 2025 wurden 63 Einheiten ausgeliefert. In der Saison 2024 belegte der Maxi 650 71 % der Podestplätze der Serien-Mini-Klasse.