Schwesterschiff, optimiert zum Malizia-Seaexplorer, gebaut aus recyceltem Kohlefaser-Airbus-Material
Das IMOCA Les P'tits Doudouswird zu Wasser gelassen am 2. Juni 2025 auf der Werft Duqueine Atlantique in Malville (Loire-Atlantique). Design VPLP für Armel Tripon, mit dem Ziel Vendée Globe 2028.
Architektur: V2 der Malizia-Matrix, Deck 200 mm tiefer
Das Boot nutzt die Rumpfmatrix des Malizia-Seaexplorer (Boris Herrmann, vom Stapel gelassen im Juli 2022), um keine neue Matrix zu produzieren. Die Deckgeometrie wurde jedoch von VPLP neu entworfen – um 200 mm abgesenkt – was es zu einer „optimierten V2“ statt eines strikten Schwesterschiffs macht.
Konstruktion: 65 % recycelte Kohlefaser von Airbus, Titan aus OP-Blöcken, Großsegel aus Leinen
Rumpf, Deck und Schotten enthalten 65 % recycelte Kohlefaser aus dem Airbus Technocenter Nantes. Die Reibringe werden aus Titan aus OP-Blöcken (orthopädisches Material, gesammelt von Pflegekräften) und von Herstellern gefertigt. Das Großsegel besteht zu 50 % aus Leinenfaser. Bilanz: 208 t CO₂-Äquivalent bei der Konstruktion, gegenüber etwa 400 t bei einem Standard-IMOCA, also −45 %. Der Rumpf trägt ein direkt vom Künstler Cyril Kongo gemaltes Kunstwerk.
Technische Daten
- Länge: 18,28 m
- Breite: 11 m
- Tiefgang: 4,5 m
- Flügelmast, Höhe 29 m
- Foils
- Maximale Segelfläche: 265 m² am Wind, 345 m² vor dem Wind
Erfolge des Bootes (2025)
- Défi Azimut-Lorient Agglomération 2025 — 8. Platz im 48-Stunden-Duo (Armel Tripon / Tanguy Leglatin), 3. Platz bei den Azimut Runs. Erstes Rennen des Bootes.
- Transat Café L'OR 2025 — 12. Platz im Duo (Tripon / Leglatin), Ankunft in Fort-de-France am 10. November 2025 nach 14 Tagen, 22 Stunden und 30 Minuten.
Assoziatives Programm
Das Boot trägt die Farben der Organisation Les P'tits Doudous, ein Netzwerk ehrenamtlicher Pflegekräfte, gegründet 2011, das über Recycling von Krankenhausabfällen, Spenden und Sponsoring Virtual-Reality-Headsets, Spiele und Dekoration für pädiatrische Stationen finanziert. Armel Tripon ist Pate der Organisation.