Persico Marine
Die italienische Kompositwerft für IMOCA-Scows und AC75-Foilarme
Persico Marine ist der Schiffbauzweig der italienischen Persico-Gruppe, gegründet 1976 von Pierino Persico in Nembro, im Seriana-Tal (Provinz Bergamo). Der Schiffbauzweig wurde 1990 gegründet und betreibt heute zwei Standorte: Nembro für die Kompositfertigung und Marina di Carrara (Toskana) für Montage und Stapellauf. Marcello Persico, Sohn des Gründers, leitet Persico Marine.
Ursprung: Die 5-Achs-Fräse des Moro di Venezia
Der Einstieg in den Bootsbau erfolgte 1990 mit Formen und Komponenten des italienischen Challengers Il Moro di Venezia (America’s Cup 1992): Raul Gardini entsendet sein Team nach Nembro, wo bereits eine 5-Achs-Fräse – eine der ersten in Europa zur Bearbeitung von Rumpfformen in dieser Größe – stand. Die Werft baute anschließend ab 2005 die italienischen America’s-Cup-Boote (Luna Rossa).
IMOCA: LinkedOut, Biotherm und die beiden Scows ohne Foils Le Cam / Bellion
Im IMOCA 60 hat sich Persico Marine als Referenz für die neueste Generation der Vendée-Globe-Flotte etabliert. Die Werft lieferte:
- LinkedOut (Thomas Ruyant, 2020) – Konstruktionsplan VPLP-Verdier
- Biotherm (Paul Meilhat, 2022) – Konstruktionsplan Guillaume Verdier
- Beginn in der Bretagne – Armor-lux (Jean Le Cam, 2023) und Stand As One / CommeUnSeulHomme (Éric Bellion, 2023) – zwei IMOCAScows mit Schwert, ohne Foils – Konstruktionsplan David Raison, gemeinsames Projekt für die Vendée Globe 2024–2025
America’s Cup: Luna Rossa und alleiniger Zulieferer der AC75-Foilarme
Persico Marine baute beide AC75 Luna Rossa für den 36. Cup (Auckland 2021). Für die 37. Auflage (Barcelona 2024) wurde die Werft offizieller Zulieferer der One-Design-Foilarme AC75 für alle teilnehmenden Teams – ein 4,5 m langes Kohlefaserteil, das den Foilflügel trägt und das Boot anhebt.
Weitere Rennprogramme
Die Werft arbeitet zudem für die Volvo Ocean Race / The Ocean Race, die Maxi-72-Klasse, die TP52 und jüngst den Persico Cat 72 foiling für American Magic (2025).

