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Safran 1

Kunde Marc Guillemot
Jahr 2007
Projekttyp Hochseesegeln
Klasse Imoca

Auf der Safran 1 hat Skysat den gesamten elektrischen und elektronischen Ausbau des Schiffes durchgeführt: Stromversorgung (Integration des Stromsystems — Erzeugung, Ladung, Verteilung), Navigationselektronik mit zwei kompletten B&G-Instrumentenlinien (Rennsystem für Hochseerennen) sowie den Autopiloten inkl. Installation der ersten Bravo-4-Einheit aus der Rennserie.

Skysat integrierte zudem die vom Industriekonzern Safran entwickelten Systeme: Lithium-Batterien in Luftfahrtqualität, Spiralkonus-Wasserstromgenerator (direkte Übertragung von Luftfahrttechnologie), sowie die erste von Safran für den Marinebereich adaptierte Trägheitsnavigationszentrale — Safran 1 war das erste Boot, das mit dieser Technologie ausgestattet wurde.

Für diese Trägheitsnavigationszentrale hat Skysat die kundenspezifische Entwicklung zwischen Safran und B&G koordiniert, um die Zentrale mit den an Bord installierten B&G H3000-Systemen zu vernetzen. Diese Entwicklung legte den Grundstein für heute auf dem IMOCA-Kreis standardisierte Verfahren.

Während der Route du Rhum 2014 verfügte die Safran 1 zudem über von Skysat modifizierte Raymarine-Zylinder — eine Weiterentwicklung, die die heute auf dem Rennkreis üblichen Standards vorwegnahm.

Das Boot wird heute von der Sailing Organisation Guillemot (SOG) betreut, der Struktur von Marc Guillemot mit Sitz in La Trinité-sur-Mer.

Crédits photos : Christophe Launay (Galerie). Titelbild: Quellenangabe erforderlich.

Der erste von VPLP und Verdier gemeinsam entworfene IMOCA

Safran ist ein IMOCA 60, der am 6. August 2007 gestartet wurde. Erster Entwurf von VPLP und Guillaume Verdier in gemeinsamer Architektur. Marc Guillemot beauftragt beide Büros Ende 2005; die Safran-Gruppe gibt im Dezember 2005 grünes Licht. Der Bau beginnt im September 2006 auf der Werft Larros in Gujan-Mestras (Bassin d'Arcachon), geleitet von Thierry Eluère, der unter drei Finalisten (CDK Technologies, JMV Industries, Multiplast) ausgewählt wurde, weil er zusicherte, während der Bauzeit keinen weiteren Rumpf zu bauen.

Architektur und technische Merkmale

Der Entwurf zeichnet sich durch einen scharfen Knickspant, volle Bugformen und gekrümmte, tragende Schwertprofile aus. VPLP verantwortet die Takelage und das Deckslayout, Verdier den Rumpf, die Anbauten und die Struktur.

  • Länge: 18,28 m (60 Fuß)
  • Breite: 5,70 m
  • Tiefgang: 4,50 m
  • Mast: 29,50 m
  • Verdrängung: 8 Tonnen
  • Segelfläche: 300 m² am Wind, 650 m² vor dem Wind
  • Bauzeit: 22.000 Arbeitsstunden, angegebene Kosten: 3 Mio. €

Erfolge des Bootes unter Marc Guillemot (2007–2014)

  • Transat Jacques-Vabre 2007 — 2. Platz mit Charles Caudrelier (17 Tage 3 Stunden 31 Minuten)
  • Transat B to B 2007 — 5. Platz
  • Transat anglaise 2008 — 4. Platz
  • Vendée Globe 2008–2009 — 3. Platz (95 Tage 3 Stunden 19 Minuten), nach einer Bonifikation von 82 Stunden durch die Jury für die Umleitung von Marc Guillemot, um Yann Eliès in den Südmeeren zu helfen
  • Transat Jacques-Vabre 2009 — Sieger mit Charles Caudrelier (15 Tage 19 Stunden 22 Minuten)
  • IMOCA-Weltmeisterschaft 2009 — Titel
  • Spanientour 2010 — Sieger
  • Route du Rhum 2010 — 3. Platz
  • Vendée Globe 2012–2013 — Aufgabe wegen Kielverlusts (siehe unten)
  • Transat Jacques-Vabre 2013 — 2. Platz
  • Route du Rhum 2014 — 3. Platz IMOCA (13 Tage 1 Stunde 59 Minuten), letztes Rennen des Bootes unter Safran-Farben

Vendée Globe 2012: Kielbruch 55 Seemeilen nach dem Start

Am 10. November 2012 um 17:45 Uhr verlor Safran etwa fünf Stunden nach dem Start von Les Sables-d'Olonne seinen Kiel 55 Seemeilen vom Hafen entfernt. Marc Guillemot erreichte Les Sables-d'Olonne aus eigener Kraft. Die von Verdier und dem Safran Sailing Team durchgeführte Untersuchung führte den Bruch auf eine Ermüdung der Schweißnaht zwischen Kielkopf und -blatt zurück, verstärkt durch wiederholte Wellenaufschläge.

Das Boot nach Marc Guillemot

Safran (der Industriesponsor) beendete Ende 2014 sein Engagement. Das Boot fuhr anschließend unter anderen Farben und blieb weitere zehn Jahre auf höchstem Niveau im Einsatz:

  • Groupe Quéguiner – Leucémie Espoir (2015–2017) mit Yann Eliès — 3. Platz Transat Jacques-Vabre 2015 mit Charlie Dalin, 5. Platz Vendée Globe 2016–2017 in 80 Tagen 3 Stunden 11 Minuten
  • Generali dann Monin (2017–2018) mit Isabelle Joschke — Aufgabe Route du Rhum 2018 nach Mastbruch
  • MACSF (seit 2019) mit Isabelle Joschke, modifiziert mit Foils und Flügelmast — 19. Platz Vendée Globe 2024–2025