CDK Technologies
Die Werft der 5 IMOCA-Sieger des Vendée Globe und des 50-Meter-Autoklavs
CDK Technologies wurde im Januar 1984 in La Forêt-Fouesnant von Hubert Desjoyeaux, Jean Le Cam und Gaëtan Gouérou gegründet. Die Abkürzung geht auf den Namen der Chantiers de Kerleven zurück, der Werft der Eltern von Hubert Desjoyeaux. Die Werft baut Prototypen aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (Prepreg) für Hochseerennen: IMOCA, Ultim, Rekord-Mehrrümpfer. Bei den 9 Austragungen des Vendée Globe stammen 5 Sieger aus CDK — zuletzt Macif Santé Prévoyance von Charlie Dalin (Januar 2025 in 64 Tagen 19 Stunden 22 Minuten).
Drei Standorte, ein riesiger Autoklav
CDK betreibt drei Standorte — Port-la-Forêt (historischer Hauptsitz), Lorient (Keroman) und La Rochelle — mit etwa 120 Mitarbeitenden. Das zentrale Industriewerkzeug ist der Autoklav mit 50 Metern in Port-la-Forêt, installiert 2013, einer der größten in Europa. Er ermöglicht das Druckhärten von Masten und strukturellen Bauteilen (Foils) für IMOCA und Ultim. Lorient verfügt über einen zweiten Autoklav (4 m × 25 m, installiert 2020) und einen Ofen mit 36 Metern, der 2018 hinzugefügt wurde.
Inspiring Sport Capital übernimmt 2022 die Führung
Im März 2022 übergibt Philippe Facque nach dreißig Jahren an der Spitze von CDK (das er 1992 übernommen hatte) die Werft an Inspiring Sport Capital, die Pariser Investmentgesellschaft, die 2014 von Laurent Damiani und Lucien Boyer mitgegründet wurde. Cyril Abiteboul (ehemals Renault F1) leitet das Unternehmen ein Jahr lang, bevor er im März 2023 an Stéphane Digard übergibt. Zu diesem Zeitpunkt übernimmt Loïck Peyron den Vorsitz des Strategierats.
Abseits des Rennsports: die Solid Sail-Masten
CDK entwickelt gemeinsam mit den Chantiers de l'Atlantique die starren Kohlenstoffmasten Solid Sailfür Kreuzfahrtschiffe mit Segelantrieb. Die Werft zielt darüber hinaus auf die Märkte der maritimen Dekarbonisierung und der Verteidigung ab und nutzt dabei die Kompetenzen aus dem Hochseerennsport im Bereich Verbundwerkstoffe.

